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 artists
Torun Eriksen
photo by Jazzland Records
title: Luxury and Waste
release: 07. September 2018
label: Jazzland/Edel
cat: 3779031
photo by Kaja Bruskeland
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"Luxury and Waste"

„Ich war auf der Suche nach dem Kern meiner Songs“, sagt Torun Eriksen. „Wir haben alles reduziert, bis nur noch das Roheste und gänzlich Ungeschliffene übrig war. Die endgültigen Versionen sollten dieses ganz besondere Licht haben, was nur in Skizzen zu finden ist.“

Das sechste Album der Jazz-Sängerin aus dem südnorwegischen Telemark ist ihr intimstes bislang. Bassist Kjetil Dalland ist Toruns einziger Begleiter auf „Luxury and Waste“. Sein unverwechselbar subtiler Stil ist die perfekte Ergänzung für die kristallklare Stimme der Sängerin. 

Torun Eriksen trat schon mit sechs Jahren mit einem Gospelchor auf; später in Oslo sang sie zunächst in Soul- und Funk-Bands. Jazzland Recordings ist sie seit ihrem Debüt vor 15 Jahren verbunden. Labelchef Bugge Wesseltoft bezeichnete Torun einmal als eines der größten Gesangstalente, das er je gehört habe.

Nun hat die Norwegerin dem experimentierfreudigen Gospel-Pop-Sound des Vorgängers „Grand White Silk“ für ein Album abgeschworen, das nicht „unplugged“ ist, sondern „stripped back“: nackt. Die Duo-Arrangements legen das Innerste dieser oftmals so persönlichen Songs schutzlos frei. Wenn es je eines Beweises bedurfte, dass Toruns unaufdringliche Stimme nicht nur über eine verführerische, sondern auch über erhebliche emotionale Kraft verfügt, so hat ihn „Luxury and Waste“ erbracht.

Kjetil Dalland ist dabei mit seiner Fähigkeit, stets den richtigen Groove zu finden, der ideale Partner. Er vermag diesen Songs kühle Stimmungen und pulsierende Rhythmen zu verpassen. Sein Mini-Bass verleiht „Sliding“ und „Dreary Place“ einen Sound, der wie eine Kreuzung aus akustischer und E-Gitarre anmutet.

Aus den neun schnörkellosen, zuweilen nordisch karg anmutenden Songs ragt die frische Version von „Glittercard“ heraus. Der Titelsong von Toruns Debütalbum aus dem Jahr 2003 bekommt durch ein reduziertes Arrangement berührende neue Kraft. Für die Piano-Ballade „Empty Balconies“ verzichtet die Sängerin gar ganz auf Dalland am Bass. Mit ihrer Solo-Performance am Flügel lässt sie den Hörer erkennen – wahrer Luxus ist die Kunst, sich beschränken zu können.

Ein fabelhaftes Album für späte Nächte, sehr frühe Morgen und diese speziellen Stunden, in denen es aufrichtiger, purer Melancholie bedarf.

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